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Jägerschaft Landkreis Harburg e.V.

Die Jägerschaft Landkreis Harburg e.V. möchte hier seinen Mitgliedern und allen Interessierten mit aktuellen Informationen, Veranstaltungen und Neues aus den Verbänden berichten.


Afrikanische Schweinepest in Brandenburg bestätig


Ministerin Otte-Kinast: Jetzt noch wachsamer sein!"

Fall von Afrikanischer Schweinepest in Brandenburg bestätigt Höchste Alarmbereitschaft"

Hannover 10.09.2020. Anlässlich eines nachgewiesenen Falles von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Brandenburg sind die zuständigen Behörden in Niedersachsen alarmiert. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: Das ist eine schlechte Nachricht für unsere Schweine haltenden Betriebe. Wir sind in höchster Alarmbereitschaft und müssen nun noch wachsamer sein, um zu verhindern, dass sich die Afrikanische Schweinepest nach Niedersachsen ausbreitet." Gleichzeitig macht die Ministerin deutlich: Niedersachsen ist auf den Ernstfall gut vorbereitet!"

Niedersachsen hat diverse Maßnahmen umgesetzt, um eine Einschleppung der ASP zu verhindern und im Fall eines Ausbruchs bestmöglich vorbereitet zu sein. Dazu gehört die Sensibilisierung von Schweinehaltern, Jägern, Viehhändlern und Transportunternehmen, unter anderem mit Merkblättern und Infoveranstaltungen. Auch regionale und landesweite Übungen werden regelmäßig durchgeführt, um die Abläufe bei einem Seuchenfall einzuüben und zu verbessern. Eine Arbeitsgruppe entwickelt die landesweite Bekämpfungs- und Prophylaxe-Strategie kontinuierlich weiter. Im Rahmen der Prävention hat außerdem die Reduktion der Schwarzwildbestände eine hohe Bedeutung, um die Infektionskette zu unterbrechen. Im abgelaufenen Jagdjahr 2019/2020 wurden in Niedersachsen deshalb erstmalig mehr als 70.000 Wildschweine erlegt. Die jagdrechtlichen Bestimmungen wurden für eine wirkungsvolle Prävention und eine effektive Seuchenbekämpfung angepasst Außerdem werden im Rahmen des niedersächsischen Wildschweinmonitorings erlegte Wildschweine und gefundenes Fallwild auf ASP untersucht. Die Veterinärbehörden wurden hierzu mit Probenmaterial ausgestattet, das an die Jäger weitergegeben wird. Die Jäger erhalten für ihre Mithilfe bei der Prävention sowie im Ausbruchsfall eine Aufwandsentschädigung für das Auffinden von toten Wildschweinen sowie für die vermehrte Bejagung des Schwarzwildes.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen für die rund 5.300 Schweine haltenden Betriebe in Niedersachsen, in deren Ställen etwa 8,3 Millionen Tiere stehen, lassen sich zum derzeitigen Zeitpunkt schwer abschätzen. Es besteht allerdings die berechtigte Sorge, dass bestimmte Drittländer außerhalb der EU aufgrund der erstmaligen Feststellung von ASP Handelsbeschränkungen für Schweinefleisch aus Deutschland verhängen.

In diesem Zusammenhang macht das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) darauf aufmerksam, dass die größte Gefahr für Wild- und Hausschweine vom Menschen selbst ausgeht. Deshalb ist es wichtig, keine fleischhaltigen Lebensmittel aus dem Ausland mitzubringen und Speisereste unbedingt nur in dafür vorgesehene Behälter zu entsorgen. Schweine haltende Betriebe müssen die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten. Das ML weist zudem noch einmal darauf hin, dass für Transporteure Infoblätter in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen. Diese können unter folgendem Link heruntergeladen und gerne weiterverteilt werden:

https://www.ml.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/afrikanische-schweinepest-aktiv-verhindern-165011.html

Hintergrund: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das Virus der ASP. Diese spielen in Mitteleuropa keine Rolle. Hier erfolgt eine Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Sekrete, Blut, Sperma), die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschließlich Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Nach einer Infektion entwickeln die Tiere sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome. ASP ist nicht auf Menschen übertragbar und daher für den Menschen ungefährlich.

Quelle: LJN 10.09.2020 


Jagdhornbläsergruppe Winsen/Luhe - Aktuell


WL 28.08.2020  Corona -Weitere Veranstaltungsabsagen

Die Veranstaltungen Hubertusmesse Winsen (30.10.2020 um 19:00 Uhr St. Marienkirche Winsen) sowie das Adventskonzert (30.11.2020 um 19:00 Uhr St. Marienkirche Winsen) können aus Corona-Gründen ebenfalls nicht stattfinden. 

Jagdhornbläsergruppe Winsen/Luhe


Infektionsschutz bei Gesellschaftsjagden


Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

28.08.2020 - Organisatorische Hinweise für den Infektionsschutz bei der Durchführung von Gesellschaftsjagden

Wie in allen anderen Bereichen sind auch im Jagdbetrieb, insbesondere bei der Organisation und Durchführung von Gesellschaftsjagden, die grundlegenden Schutzmaßnahmen (§§ 1 bis 4 Niedersächsische Corona-Verordnung) gegen die Ausbreitung des Virus zu befolgen:

  • Mindestabstand von 1,5 m halten und persönliche Kontakte auf das Notwendige beschränken,
  • Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn kein Abstand von 1,5 m möglich ist,
  • Hygienekonzepte erstellen und befolgen,
  • Daten erheben beziehungsweise dokumentieren.

Nachstehende organisatorische Hinweise bezüglich der Einhaltung der Schutzprämissen bei der Durchführung von Gesellschaftsjagden werden gegeben, damit diese auch im Jagdjahr 2020/21 erfolgreich und sicher durchgeführt werden können. Sie sind lediglich eine Hilfestellung, die sich an der derzeitigen Situation und Rechtslage orientiert

 (s. https://www.niedersachsen.de/Coronavirus), da die dynamische Entwicklung der COVID- 19-Pandemie Prognosen bis in den Herbst hinein kaum zulässt:

1. Jagdleitung

Der/die Jagdleiter/in trägt die Verantwortung und hat entsprechend der Entwicklung der Corona-Pandemie mit angepassten hygienetechnischen Maßnahmen zu reagieren.

2. Jagdeinladungen

Sofern noch möglich, sind die Einladungen mit folgenden Hinweisen zu ergänzen:

  • Einhaltung des Mindestabstandes und der Hygieneregelungen
  • Mitführen von Desinfektionsmitteln und einer Mund-Nasen-Bedeckung, sowie Nutzung derselben, wenn der Mindest abstand nicht eingehalten werden kann.

  • Bekanntmachung der Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer) bei der Jagdleitung
  • Fernbleiben von der Jagd bei Symptomen einer COVID 19 Erkrankung oder bei Rückkehr aus einem Risikogebiet
  • Hinweise auf Organisationsänderungen (z. B. Eigenverpflegung statt Schüsseltreiben,  möglichst mit eigenem Fahrzeug anreisen)

3. Dokumentation

Der/die Jagdleiter/in hat die Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer) aller an der Jagd beteiligten Personen zu erfassen und für die Dauer von drei Wochen nach dem Jagdtag aufzubewahren, damit die Rückverfolgbarkeit einer etwaigen Infektionskette gewährleistet ist.

4. Jagdscheinkontrolle und Entrichtung von Kostenbeiträgen

Sofern in der Einladung und Begrüßung darauf hingewiesen wird, dass Teilnahmevoraussetzung ein mitgeführter, gültiger Jahresjagdschein ist, kann auf eine allgemeine Kontrolle der Jagdscheine am Jagdtag verzichtet oder eine stichprobenweise Kontrolle durchgeführt werden.

Nach Möglichkeit sollte eine vorherige bargeldlose, elektronische Bezahlung etwaiger Kostenbeiträge erfolgen.

5. Begrüßung und Gruppeneinteilung

  • Die Beteiligten sollten vor der Jagd schriftlich die Sicherheitsunterweisung inkl. Freigabe erhalten und deren  Erhalt sowie das vollumfängliche Verständnis der Vorgaben (auch formlos per E-Mail) bestätigen.
  • Die Begrüßung ist grundsätzlich an einem zentralen Ort im Freien durchzuführen.
  • Die Zahl der teilnehmenden Personen ist den örtlichen Gegebenheiten anzupassen.
  • Sofern der Mindestabstand aus Platzgründen nicht eingehalten werden kann, haben die Teilnehmenden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und der direkte Kontakt ist auf das Unvermeidbare zu reduzieren.
  • Schützen und Jagdhelfer/innen/Hundeführer/innen können sich aus Platzgründen getrennt oder zeitlich versetzt treffen und werden getrennt begrüßt.
  • Ggf. bietet sich die Bildung von Teilgruppen an, die sich an unterschiedlichen Orten treffen. Eine eindeutige und nachvollziehbare Jagdleitung ist dabei sicherzustellen.

6. Jagdablauf

  • Die Bildung von Fahrgemeinschaften mit Personen, die nicht demselben Haushalt angehören, sollte unterbleiben.
  • Beim gemeinsamen Bergen und Versorgen des erlegten Wildes ist auf die Einhaltung des Mindestabstandes zu achten und ggf. eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

7. Ende der Jagd

  • Im Sinne einer zeitlich möglichst kurzen Zusammenkunft der Jagdbeteiligten sollte auf das Streckelegen und die Bruchübergabe verzichtet werden.

  • Die Verpflegung der Jagdbeteiligten erfolgt eigenverantwortlich, um vermeidbare Kontakte während der Mahlzeiten oder bei deren Ausgabe zu vermeiden.

Gastronomische Angebote können nach der Jagd unter Wahrung der für die Gastronomie geltenden Regelungen wahrgenommen werden.                                                                                                                      PDF-Download



LJN Aktuell


LJV 27.08.2020 - Wegfall der Trichinenuntersuchung von Nutrias

Vierte Verordnung zur Änderung von Vorschriften zur Durchführung des gemeinschaftlichen Lebensmittel-hygienerechts vom 19. Juni 2020 (BGBl. I Nr. 30 v. 29.6.2020); hier: Wegfall der Trichinenuntersuchung von Nutrias

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Streichung des Wortes "Sumpfbiber" in § 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Tier-LMHV durch die o.a. Verordnung vom 19. Juni 2020 entfällt zukünftig die amtliche Untersuchung auf Trichinen für Sumpfbiber bzw. Nutrias.

Dies bestätigte uns auf Anfrage heute das Niedersächsische Ministerium für Ernährung,Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In der Begründung zu dieser Änderung heißt es:

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat am 30. Oktober 2018 eine umfassende "Gesundheitliche Bewertung von humanpathogenen Parasiten in Wild" vorgelegt. In dieser Bewertung wird ausgeführt, dass Sumpfbiber zwar grundsätzlich für eine Trichineninfektion empfänglich seien, wie mit Infektionsversuchen nachgewiesen worden sei. Es gebe in Europa auch vereinzelte Berichte aus den Jahren 1936 und 1980 über Trichinenfunde bei Sumpfbibern.

Es habe sich aber um Tiere gehandelt, die in Pelztierfarmen gehalten worden seien. In beiden Fällen vermuteten die Autoren, dass die Infektion durch die Verfütterung von Küchenabfällen mit Fleischbestandteilen (Schwein oder relevantes Wild) erfolgte. Die Publikation aus dem Jahr 1936 war der Auslöser dafür, dass der Sumpfbiber als Wild eingestuft worden ist, "das Träger von Trichinen sein kann". In seiner Risikobewertung stellt das BfR aber fest, dass ihm Trichinenfunde bei freilebenden Sumpfbibern nicht bekannt seien. Vor diesem Hintergrund ist es gerechtfertigt, Sumpfbiber aus der Pflicht zur Untersuchung auf Trichinellen auszunehmen, ohne dass dies mit einer Verringerung des vorbeugenden Schutzes der Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher verbunden wäre.


INFO der Waffenbehörde 08/2020


Information Ihrer Waffenbehörde über die NWR-Identifikationsnummer (NWR-ID)  

Sehr geehrte Waffenbesitzer/-innen, 

ab dem 01.09.2020 benötigen Waffenbesitzkarteninhaber bei jeder Transaktion mit Händlern und Herstellern ihre NWR-ID s.  Die Bekanntgabe aller NWR-IDs erfolgt aus technischen Gründen erst ab Anfang September 2020.  

Wenn Sie in den letzten zwei Jahren eine Waffe erworben haben, haben wir Ihre persönliche NWR-ID i.d.R. schon auf die WBK gedruckt.

Diese finden Sie oben auf der Innenseite Ihrer WBK; auf der linken Seite steht die ID der WBK (E-Nummer), auf der rechten Seite die persönliche ID (P-Nummer). 

Bitte sehen Sie zunächst von vermehrten Nachfragen bei uns ab. Wir kommen unaufgefordert wieder auf Sie zu.                                                                                                                                          Ihre Waffenbehörde

Was ist die NWR-ID?

Die NWR-Identifikationsnummer (NWR-ID) ist eine unverwechselbare technische Identifikationsnummer (ID) des Nationalen Waffenregisters (NWR), die eine eindeutige Identifikation und Zuordnung von Daten (u.a. Personen, Erlaubnissen und Waffen/-teilen) im NWR gewährleistet.


Projekt Fellwechsel


Coronakrise trifft Projekt Fellwechsel hart


Das Start-up-Unternehmen hat Kurzarbeit angemeldet, die Produktion ruht. Aufträge zur Balgbearbeitung werden ab September ausgeliefert. Unterstützung aus der Jägerschaft ist weiterhin nötig.

(Berlin, 24. Juli 2020) Die Fellwechsel GmbH hat aufgrund der Coronakrise, die zu einem Zusammenbruch des Pelzmarktes geführt hat, den Streifbetrieb bis auf Weiteres eingestellt und tiefgefrorene Ware zwischengelagert. Wie sich der Produktionsstopp auf die Sammelsaison 2020/21 auswirkt, ist noch nicht absehbar. "Um Kosten einzusparen, haben wir schweren Herzens zunächst die Produktion ausgesetzt. Wir sind auf Kurzarbeit gegangen und haben die Coronahilfen selbstverständlich voll ausgeschöpft", sagte Fellwechsel-Geschäftsführer Andreas Leppman und ergänzte: "Die Lage ist ernst, aber wir arbeiten an einer Lösung." Es gebe derzeit Gespräche mit einem Kooperationspartner, Details könnten noch nicht genannt werden.

Noch ausstehende Aufträge zur Balgbearbeitung hat das 2-köpfige Team des Start-up-Unternehmens trotz Kurzarbeit zwischenzeitlich alle bearbeitet. Die Felle kommen ab September aus der Gerbung zurück und werden bis Ende des Jahres 2020 an die Kunden versandt. Leppmann hofft auf weitere Unterstützung von Jägern: Er bittet, möglichst auf Gutschriften für gelieferte Felle zu verzichten. Eine entsprechende E-Mail (senden an:
info@fellwechsel.org) genügt, um das Projekt Fellwechsel in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Auch Produktkäufe über den neuen Online Shop (https://Fellwechsel.Shop) helfen. Aufgrund der weltweiten Krise haben potenzielle Fellwechsel-Kunden den Kauf von Ware im 6-stelligen Euro-Bereich im ersten Halbjahr kurzfristig storniert.

Die Coronakrise hat zahlreiche Modeunternehmen und Designer getroffen, ebenso Handwerksbetriebe. Leider musste eine Gerberei bereits Insolvenz anmelden, die für Fellwechsel gearbeitet hat. Um die großen Menge von über 30.000 Fellen bearbeiten zu können, arbeitet Fellwechsel mit verschiedenen Partnern zusammen. Wie tiefgreifend die Verluste bei Designern, Händlern oder Kürschnern sind, ist derzeit nicht absehbar. Ebenso wenig, wie schnell Produktion und Nachfrage auf dem Weltmarkt wieder anlaufen. Die großen Auktionshäuser wie SagaFur oder KopenhagenFur mussten kürzlich auf Online-Auktionen umstellen. Die Verkaufsraten lagen teilweise unter fünf Prozent.



Erlass des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums: Jäger dürfen Produkte direkt an Verbraucher verkaufen

(PI ML Niedersachsen 15.05.2020) Hannover. Jägerinnen und Jäger können ihr Wildbret und daraus hergestellte Erzeugnisse selbst vermarkten. Dabei dürfen sie auch die Räumlichkeiten von anderen zugelassenen oder registrierten Lebensmittelunternehmen zum Beispiel handwerklichen Fleischereien nutzen bzw. deren Dienstleistung in Anspruch nehmen. Das ist der Kern eines Erlasses, den das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) nun an die zuständigen Veterinärbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte versendet hat. Auch die Landesjägerschaft Niedersachsen und der Fleischerverband haben den Erlass erhalten.

Da Restaurants, Gaststätten und Hotels aufgrund der Corona-Krise einige Wochen geschlossen waren und als wichtige Abnehmer ausgefallen sind, ist es derzeit schwierig, erlegtes Wild zu vermarkten. Gleichzeitig ist es insbesondere in Hinblick auf die Vermeidung eines Eintrags der Afrikanischen Schweinepest wichtig, Schwarzwild weiterhin intensiv zu bejagen. Vor diesem Hintergrund hat das ML mit dem Erlass eine Hilfestellung formuliert, der den zuständigen Veterinärbehörden sowie Jägern und Lebensmittelbetrieben die rechtlich zulässigen Wege der Wildbretvermarktung aufzeigt.

Für Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast ist es wichtig, dass die Tiere für die Gewinnung von Lebensmitteln erlegt werden und nicht in der Tierkörperverwertung enden. Daher sei die Vermarktung durch die Jägerinnen und Jäger der beste Weg, die Produkte auf kurzem Weg an private Kunden zu bringen. Barbara Otte-Kinast: Wildfleisch kommt aus der Region, ist hochwertig und schmackhaft und man kann es gut als Steak oder Bratwurst auf den Grill legen! Der Erlass beschreibt, dass Jägerinnen und Jäger andere Lebensmittelunternehmen beauftragen können, Produkte wie etwa Wurst aus dem erlegten Wild herzustellen. Diese Produkte dürfen die Jäger dann wiederum selbst vertreiben, wenn sie sich bei der zuständigen Veterinärbehörde als Lebensmittelunternehmer haben registrieren lassen.

Die Abgabe der Produkte darf jedoch nur an Endverbraucher erfolgen entweder am Wohnort des Jägers oder über einen lokalen Marktstand im Umkreis von weniger als 100 Kilometern um den Wohnort des Jägers oder den Erlegungsort. Voraussetzung hierfür ist außerdem die Einhaltung der einschlägigen lebensmittelrechtlichen Hygienebestimmungen. PDF-Download

Jagdausübung während der Corona-Pandemie


Zur Verhinderung eines unkontrollierten Anstiegs der Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-COV-2) hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am 22.03.2020 eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Corona-Pandemie herausgegeben (Az. 401-41609-11-3).
Auf vielfache Nachfrage informieren wir Sie nach Rücksprache mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an dieser Stelle über die Auswirkungen auf die Jagdausübung.
Bei den Regelungen der Allgemeinverfügung handelt es sich nicht um eine allgemeine Ausganssperre.
Ganz im Gegenteil wird betont, dass es auch in dieser Zeit wichtig ist, Bewegung im Freien an der frischen Luft zu ermöglichen. Aus medizinischer Sicht ist die Bewegung sogar zu empfehlen. Nicht das Verlassen der Wohnung ist die Gefahr, sondern der häufige unmittelbare Kontakt zu anderen, möglicherweise infizierten Personen. Deshalb wurden folgende Regelungen erlassen:

 Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen
   außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu
    reduzieren.

 In der Öffentlichkeit ist-wo immer möglich-zu anderen Personen ein Mindestabstand von
   mindestens 1,5 m einzuhalten. Dies gilt nicht für Personen, die in einer gemeinsamen
   Wohnung wohnen.

 Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt
   lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

Diese Vorgaben vorausgesetzt ist die Ausübung der Jagd in Form der Einzeljagd nach wie vor unverändert zulässig.
Bei einem Aufenthalt von mehreren Personen im Revier ist der persönliche Kontakt unbedingt zu vermeiden. Wir empfehlen, vorab eine fernmündliche Absprache, alternativ über Messenger Dienste oder E-Mail, vorzunehmen. Gemeinsames Aufbrechen oder der gemeinsame Beginn bzw. der gemütliche Ausklang des Ansitzes von mehreren Personen in der Jagdhütte ist derzeit natürlich nicht möglich.
Anfallende Revierarbeiten, die Ausbildung von Jagdhunden, die Tätigkeiten bei Wildunfällen, die Abgabe von Wild an Metzgereien, die Direktvermarktung und weitere jagdliche Aktivitäten sind dann, wenn sie alleine oder zusammen mit in einer häuslichen Gemeinschaft lebenden Personen erfolgen und unter Beachtung der in der Allgemeinverfügung vorgegebenen Restriktionen (insbesondere Abstandsregelung) nach wie vor möglich.

Quelle: LJN 25.03.2020

LJN aktuell


Bei der Verfassungsschutzbehörde kommt es vermehrt zu "Auskunftsersuchen" von Privatpersonen, die einen Jagdschein beantragt haben und sich in der Pflicht sehen, selbst beim Verfassungsschutz anzufragen.  

Dies produziert erheblichen und unnötigen Verwaltungsaufwand, da die Anfrage des Antragstellers die Anfrage der Jagdbehörde nicht ersetzt.  

Die oberste Jagdbehörde bittet Sie darum, Ihre Mitglieder darauf hinzuweisen, dass eine eigenständige Anfrage beim Verfassungsschutz unterbleiben soll, da diese Regelabfrage nur durch die Jagdbehörde durchgeführt werden kann. 

Der LJN bedankt sich für Ihre Bemühungen


Coronavirus - Keine Gefahr für Hund und Reh


20. März 2020 (DJV) Berlin

Haus- und heimische Wildtiere können das Coronavirus (SARS-CoV-2) nicht auf Menschen übertragen. Ebenso wenig kann der Mensch Tiere anstecken. Experten empfehlen trotzdem regelmäßiges Händewaschen.

Mensch und Tier können sich nach derzeitigem Stand der Forschung nicht gegenseitig mit dem neuartigen Coronavirus anstecken. (Quelle: Hamann/DJV)

Auf Anfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mit: Menschen können sich nach aktuellem Wissensstand nicht über Haus- oder Wildtiere mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Jagdhunde stellen also kein Infektionsrisiko dar, ebenso wenig Reh oder Wildschwein. Um ganz sicher zu gehen, untersucht das FLI derzeit, ob Tiere ein Virusreservoir sein könnten. Ergebnisse sollen Ende April 2020 vorliegen.

Mit dem Coronavirus infizierte Menschen können beispielsweise das Fell von Hunden und Katzen mit dem Erreger kontaminieren. Allerdings ist die Virenmenge dann so gering, dass sie für eine Infektion weiterer Menschen nicht ausreicht. Derzeit gibt es laut FLI auch keine Hinweise darauf, dass sich heimische Wild- oder Haustiere bei Menschen mit SARS-CoV-2 infizieren könnten.

Mensch und Tier können sich also nach derzeitigem Stand der Forschung nicht gegenseitig mit dem neuartigen Coronavirus anstecken. Ungeachtet dessen empfehlen Experten nach dem Kontakt mit Tieren: grundlegende Hygieneprinzipien einhalten, etwa gründliches und regelmäßiges Händewaschen mit Seife. Befindet sich ein Hundebesitzer in häuslicher Quarantäne, sind zunächst keine Maßnahmen für das Haustier vorgesehen.

Weitere Infos hier


LJN aktuell


LJN - Absage von Veranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Situation und der Entwicklungen im Umgang mit dem Coronavirus hat die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beschlossen, folgende Veranstaltungen abzusagen:

Die zwei Schulungen für Jägerschaften zur Mitgliederdatenbank

(21. März und 28. März)

FITASC-Wettbewerb (18.April)

Das Treffen ehemaliger Funktionsträger (20.April)

Alle Veranstaltungen/Kurse/Seminare am Jägerlehrhof Jagdschloss Springe

zunächst bis zum 14. April

Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (8.Mai)

Ebenfalls abgesagt sind alle Landesmeisterschaften im Jagdlichen Schießen und der Landeswettbewerb im Jaghornblasen.

Hingewiesen wird zudem darauf, dass einige Mitarbeiter der Geschäftsstelle der Landesjägerschaft Niedersachsen bis auf weiteres zunächst im Home-Office arbeiten werden und darüber hinaus auch die Arbeitsprozesse innerhalb der Geschäftsstelle an die Situation anpassen wurden. Es könnte dadurch zu kleineren Verzögerungen kommen.

Der LJN bedauert diese Entscheidung treffen zu müssen sehr, glaubt aber , hiermit der Verantwortung in der derzeitigen Situation allen Beteiligten gegenüber gerecht zu werden.


Coronavirus - Jägerprüfung verschoben


Die Jägerprüfung am 14. und 21.04.2020 wird nicht stattfinden. Hierzu werden neue Termine (voraussichtlich im Mai) bekannt gegeben bzw. neue Einladungen zugeleitet.

Was ist neu für Jäger im Waffenrecht?


Schalldämpfer, Nachtsichttechnik, Abfrage beim Verfassungsschutz: DJV und FWR erläutern, was neu ist. Zusammengestellt sind Antworten auf die 26 häufigsten

Fragen zur Änderung des Waffenrechts.

Gemeinsam mit dem Forum Waffenrecht (FWR) hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute ein Frage-Antwort-Papier zur Novelle des Waffengesetzes veröffentlicht. Grundlage sind zahlreiche Anfragen von Jägern, die FWR und DJV in den letzten Tagen erreicht haben. Schalldämpfer, Nachtsichtgeräte oder Waffenverbotszonen: Die Novelle bringt einige Änderungen mit sich. Insgesamt 26 häufig gestellte Fragen haben FWR und DJV zusammengetragen und beantwortet.

Bereits jetzt sind Änderungen des Waffengesetzes in Kraft, die Jäger betreffen. Diese umfassen unter anderem den Erwerb von Schalldämpfern und Nachtsichttechnik. Jäger müssen zudem Übergangs- und Meldefristen beachten. Beispielsweise muss der bestehende Besitz von größeren Magazinen bis zum 1. September 2021 der Waffenbehörde gemeldet werden, damit das Verbot nicht gilt. Die zulässigen Magazingrenzen liegen künftig bei zehn Schuss für Langwaffen und bei 20 Schuss für Kurzwaffen.

Zum Frage-Antwort-Papier geht es hier.

Quelle: 28. Februar 2020 (FWR/DJV) Berlin


Änderung des Waffengesetzes vom 20.02.2020


Liebe Jägerinnen und Jäger,

die aktuelle Waffenrechtsänderung gibt vor, dass zur waffenrechtlichen Zuverlässigkeit ab sofort die Verfassungsschutzbehörde nach Erkenntnissen zu befragen ist. Dies ist bei den aktuell zur Verlängerung anstehenden Jagdscheinen nicht erfolgt, weil es bisher nicht vorgeschrieben war. Deshalb erfolgt die Jagdscheinverlängerung bzw. -ausstellung unter dem jederzeitigen Vorbehalt von Widerruf oder Rücknahme. Insbesondere, sofern nachträglich Erkenntnisse der Verfassungsschutzbehörde bekannt werden. 

im Auftrag

Ihre Jagdbehörde                           


22. Januar 2020 (DJV) Berlin


ASP: nur noch 12 Kilometer bis Deutschland!

Behörden melden weiteres infiziertes Wildschwein in Polen. DJV bittet darum, verdächtige Wildschweinkadaver nicht anzufassen und sofort die Behörden zu informieren. Über das Tierfund-Kataster werden Daten direkt weitergeleitet.

Südlich der polnischen Stadt Sorau haben Behörden bei einem Wildschwein das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Damit ist die Tierseuche nur noch rund 12 Kilometer entfernt von Sachsen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet insbesondere Jäger, Förster und Landwirte, verstärkt auf verdächtige Wildschweinkadaver zu achten und diese umgehend zu melden. Den grenznahen Regionen von Sachsen und Brandenburg gilt besonderes Augenmerk. Wegen des hohen Verbreitungsrisikos der Krankheit sollten tot aufgefundene Tiere nicht angefasst oder eigenhändig transportiert werden. Experten bergen im Ernstfall verdächtige Tierkadaver in speziellen, dichten Behältnissen. Das Virus ist für den Menschen ungefährlich, tötet allerdings Haus- und Wildschweine in kürzester Zeit. Durch Exportbeschränkungen drohen den schweinehaltenden deutschen Landwirten hohe wirtschaftliche Verluste.

Die Früherkennung eines möglichen ASP-Ausbruchs ist besonders wichtig, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. In Zusammenarbeit mit dem Friedlich-Loeffler-Institut hat der DJV deshalb das Tierfund-Kataster (tierfund-kataster.de) ausgebaut: Eingetragene Daten zu toten Wildschweinen werden automatisch an das zuständigen Veterinäramt weitergeleitet. So können Behörden im Ernstfall schnell Maßnahmen einleiten. Weitere Informationen liefert die Broschüre Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinepest , die der DJV vergangene Woche veröffentlicht hat.


ASP Aktuell

ASP Aktuell

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Bisher, und dies gilt es sich auch bewusst zu machen, ist die ASP noch nicht in Niedersachsen

ASP IN POLEN RÜCKT NÄHER

Das BMEL informiertüber einen Ausbruch der ASP in Westpolen außerhalb der Restriktionszone.
Das Virus der afrikanischen Schweinepest wurde am 14. November 2019 bei einem am 04. November 2019 verunfallten Wildschwein in Lubuskie im Kreis Wschowa festgestellt. Dies ist der erste derartige Fall in Lubuskie und Westpolen.
Der neue Fall ist ca. 300 km von den bisherigen Fällen entfernt. Die Entfernung zur deutschen Grenze beträgt ca. 100 km. Weitere Erkenntnisse liegen derzeit nicht vor.
Für Niedersachsen gelten weiterhin alle Biosicherheitsmaßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen bei mitgebrachten Lebensmitteln.

Es ist jetzt mehr als bisher von besonderer Bedeutung die Verpflichtungen bei der Jagdausübung zur Meldung und Untersuchung von jeglichem verendet aufgefundenen Wildschwein sowie den auffällig erlegten Stücken gewissenhaft und lückenlos umzusetzen!

Die Pressemitteilung finden Sie unten zum Download.


  • Umstrittene Neuregelung des Waffengesetzes beschlossen

    13. Dezember 2019 (DJV) Berlin

    Der Bundestag hat heute eine umstrittene Änderung des Waffengesetzes beschlossen. Damit sollen in erster Linie die Änderungen der EU-Feuerwaffenrichtlinie umgesetzt werden

  • ASP: Leitfaden für Jäger

    Der DJV veröffentlicht eine Broschüre zur Afrikanischen Schweinepest. Typische Krankheitsbilder sind mit Fotos dargestellt. Weitere Themen: Symptome, Verbreitung und Prävention der Tierseuche.


  • Deutschland liebt Wildbret vom Wildschwein

    Im Vergleich zur vorangegangenen Saison gab es im Jagdjahr 2018/19 über 27.700 Tonnen Wildbret aus heimischen Revieren. Spitzenreiter ist das Wildschwein mit über 14.100 Tonnen. Auf Platz zwei das Reh mit 9.600 Tonnen.


Quelle:  Redaktion Niedersächsischer Jäger vom 04.11.2019

Niedersachsen: Nutria-Strecke um 33 Prozent gestiegen

Rekordhoch beim Nutria: Die niedersächsischen Jäger erlegten so viele wie noch nie. Anders sieht es beim Schwarzwild aus mehr


Veterinärdienst Aktuell

Trichinenuntersuchung beim Nutria

Die auf Bundes- und Landesebene geforderte intensivere Bejagung von Nutrias möchte auch der Landkreis Harburg unterstützen...

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Weniger Sicherheit durch mehr Bürokratie ist das Fazit des Deutschen Jagdverbandes nach einer Anhörung zum Waffengesetz im Bundestag...

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